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Eskimo Callboy — Von Castrop-Rauxel auf die Bühnen der Welt

Von Robin Grochowski

Die Band aus der kleinen Stadt Castrop-Rauxel fällt vor allem durch ihre ausgefallenen Kostüme und Texte auf. Gegründet im Jahre 2010, gelang es Eskimo Callboy von Anfang an, sich von der breiten Masse abzuheben. Begonnen mit ihrer 6-Track EP "Eskimo Callboy 2010", haben die sechs Jungs all ihre Songs mit Cubase geschrieben und produziert. Seitdem ist viel passiert: Sie haben ihr Debüt-Album auf dem Label Redfield Records veröffentlicht und schon die eine oder andere Tour auf dem Buckel – Europa, Asien und Amerika sind Programm.

Das werdet ihr bestimmt oft gefragt, aber wie seid ihr zu eurem Bandnamen gekommen?
Man nicht schon wieder...;)
Also die Story hinter diesem bekloppten Namen ist noch schlechter als der Name selbst. Unser Bassist Daniel hat mal vor Urzeiten mit seinem Nachbarn und einem Kasten Bier darüber philosophiert, welcher der absolut dümmste Bandname wäre. Nach Metallica und In Flames sind sie dann auf Eskimo Callboy gekommen und nachdem sich die komplette Band damals komplett umformiert hatte, passte der Name einfach wie Arsch auf Eimer zum neuen Stil.

Wie beschreibt ihr selbst euren Stil und wie wurde er geschaffen?
Wir betiteln unseren Stil meistens ironischweise als „Psychodelischen Pornometal mit einer Priese Glamrock“, um diesem Schubladendenken auch irgendwie ein wenig entgegenzuwirken. Na klar kann man uns irgendwo zwischen Hardcore und Pop ansiedeln, aber die Definition unseres Musikstils überlassen wir lieber anderen Leuten. Falls trotzdem Oma, Opa, Tante, Onkel, Mama, Papa fragen sollten, sag einfach „Schreimusik mit Scooter“ – klappt immer.

Ihr seid in den letzten Jahren ziemlich schnell nach oben gestürmt, was ist das für ein Gefühl, so gut bei den Leuten anzukommen?
Es ist der absolute Wahnsinn! Ich meine, du hast die Möglichkeit, mit 30-60 Minuten Spielzeit dir und den Leuten die sich auf deine Musik einlassen einen unvergesslichen Moment zu bescheren – und das mit der Sache, die du liebst. Wir sind oft selber perplex, was live für eine Energie entstehen kann, wenn die Menge total ausrastet nur weil du ein „bisschen Musik machst“.
Auch wenn es alles verhältnismäßig schnell ging, sind wir trotzdem dankbar für jeden Einzelnen, der die Show besucht.

Auch wenn es alles verhältnismäßig schnell ging, sind wir trotzdem dankbar für jeden Einzelnen, der die Show besucht.

Ihr wart jetzt gerade auf Asien-Tour. Wie unterscheidet sich das Publikum von dem, was ihr hier kennt? Das kann man nicht so genau sagen. Allgemein lässt sich sagen, dass die Mentalität in Europa absolut anders ist und dass Musik allgemein gerade in Japan einfach einen anderen Stellenwert genießt. Die Menschen sind einfach unglaublich dankbar und Rockkonzerte gehören wohl zu den absoluten Highlights. Es waren teilweise sogar Mädels im Publikum, die unsere Choreographie zu „Is Anyone Up“ während der Show nachgetanzt haben.

Wenn man es wirklich verallgemeinern will, kann man sagen, dass es den Leuten dort einfacher fällt, sich auf den Konzerten komplett gehen zu lassen. 

Wie seid ihr mit Cubase in Kontakt getreten?
Daniels Papa hat damals schon mit Cubase VST gearbeitet und sein Wissen mehr oder weniger an ihn weitergegeben, sprich, er hat Cubase schon vor Eskimo Callboy für diverse Aufnahmen genutzt. Ganz nach dem Motto „learning by doing“ haben wir uns dann irgendwann gemeinsam an die ersten Produktionen gewagt.

Ihr schreibt gerade am neuen Album. Welche Rolle spielt Cubase im Arbeitsprozess?
Das ist richtig! Wir sitzen gerade an der Pre-Produktion zu unserem kommenden Album. Wir schreiben unsere Songs direkt in Cubase. Es gibt viele coole Funktionen, die die Arbeitsprozesse enorm erleichtern und die wir nicht mehr missen möchten. Dazu gehört z.B. VariAudio, Time-Stretch oder dass man MIDI-Noten aus Hitpoints erzeugen kann – Funktionen, die das Songwriting quasi zu einem Kinderspiel machen.

...VariAudio, Time-Stretch oder dass man MIDI-Noten aus Hitpoints erzeugen kann – Funktionen, die das Songwriting quasi zu einem Kinderspiel machen.

Was können wir da erwarten?
Auch wenn wir versuchen wollen, unseren Sound ein wenig zu erweitern und neue Dinge ausprobieren werden, wollen wir unserem Stil natürlich weitgehend treu bleiben.
Wir sind in der letzten Zeit viel rumgekommen, haben verdammt viel getrunken, viele verrückte Leute und Bands kennengelernt, Micha hat die Band verlassen und David ist als neuer Drumer dazugestoßen – das alles wirkt sich natürlich auf die Kreativität und somit auch auf den Sound aus.

Deshalb wird es in nicht all zu ferner Zukunft auch neuen Eskimoshit geben: Fettere Elektrosounds, absolut rotzige Gitarren Riffs und ne große Portion Sex und Party.
Also wie immer, nur anders!

Mehr über Eskimo Callboy unter www.eskimocallboy.de