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Uffe Börjesson

„Ich würde mir WaveLab 8.5 allein wegen dem Encoder Checker kaufen. Der ist einfach zu bedienen und perfekt integriert.”

Uffe Börjesson über Mastering, Workflows und Trends

Von Timo Wildenhain, 17. Juni 2014


Uffe Börjesson ist ein schwedischer Mastering Experte, der bereits seit mehr als 30 Jahren im Musikgeschäft tätig ist. In den 1980er Jahren begann er seine Arbeit mit Mehrspur-Bandmachinen, C64 und Atari Computern und baute später eigene Computer für Mastering und Musikproduktion. Nachdem Börjesson sein Handwerk bei führenden Mastering Engineers der schwedischen Musikindustrie gelernt hat, gründete er vor mehr als 20 Jahren sein eigenes Unternehmen.

Wir hatten die Möglichkeit mit Uffe über Mastering, seine Arbeitsweise und aktuelle Trends zu sprechen – und natürlich darüber, wie alles angefangen hat.

Du bist seit mehr als 15 Jahren Mastering Engineer und WaveLab User. Wie hat dein Setup zu Beginn ausgesehen?

Ein Freund hatte mir WaveLab für Mastering empfohlen und ich habe diesen Kauf wirklich nie bereut. Zu dieser Zeit habe ich meine Produktionen auf einem PC gemacht – mit Cubase und Logic synchronisiert mit einer Tascam 8-Spur Bandmaschine. Das hat viel Spaß gemacht! Dann habe ich angefangen, WaveLab für Audio Editing und Mastering einzusetzen und widmete mich dem „In-the-Box“ Workflow, bei dem ich bis heute geblieben bin.

Warum bevorzugst du Mastering „In-the-Box“ anstatt mit Outboard Equipment zu arbeiten?

Der Grund warum ich alles „In-the-Box“ mache ist, dass die Produkte, die ich verwende, einfach großartig klingen. Natürlich gibt es Situationen, in denen ich immer noch mit externer Hardware arbeite, aber das wird immer seltener. Ich bin ein Heavy-User der UAD Produkte für die Soundbearbeitung und ich mag auch die integrierten WaveLab PlugIns. Ich habe sogar meine Manley Pultec Hardware verkauft nachdem ich diese bei einem intensiven A/B Test mit den UAD Pultec PlugIns verglichen habe.

Ein anderer Grund ist, dass mir WaveLab einen exzellenten Workflow und einen optimalen Überblick über meine Mastering Projekte bietet. Ich kann im Spectrum Editor schnell Fehler eliminieren und arbeite auch sehr viel mit den Editing-Features –­ alles ist extrem vielseitig und zuverlässig.

Ich würde WaveLab 8.5 schon alleine wegen des Encoder Checkers kaufen. Der Vergleich von Codecs  ist heute sehr wichtig, da jedes Mastering Projekt am Ende in einem digitalen Store landet.

Und die Soundqualität leidet nicht?

Ganz im Gegenteil! WaveLab fügt dem Audiomaterial keine unerwünschte Färbung hinzu. Tatsächlich ermöglicht mir das Programm, immer mit der Soundqualität der Originalaufnahme zu arbeiten. Ich habe verschiedene Setups gespeichert, die ich für das Mastering unterschiedlicher Musikstile verwende. Die Zeiten, in denen ich mich mit der Verkabelung von Hardware herumschlagen musste, was immer mal wieder zu Knacksern geführt hat, sind zum Glück vorbei!

Du hast bereits das neue WaveLab 8.5 getestet? Welche Neuerung gefällt dir am besten?

Ich würde WaveLab 8.5 schon alleine wegen des Encoder Checkers kaufen. Der Vergleich von Codecs ist heute sehr wichtig, da jedes Mastering Projekt am Ende in einem digitalen Store landet. Der Encoder Checker ist sehr einfach zu bedienen und integriert sich perfekt in den Post-Processing Slot des WaveLab Master Channels. Toll umgesetzt!

Kannst du uns einen Einblick in deinen Mastering Workflow geben?

Ich nutze verschiedene WaveLab Features, darunter die Audio Montage, diverse PlugIns und die fantastischen DDP Tools. Normalerweise fange ich mit einer leeren Audio Montage an, in die ich per Drag&Drop alle benötigten Audiodateien importiere. Anschließend erstelle ich Start und End Marker, da ich gerne von Anfang an mit einer Titel Struktur arbeite. Ab und zu muss ich Fehler im Audiomaterial beheben und nutze hierfür den Spektrum-Editor. Mit den umfangreichen Tools lassen sich Fehler auf Basis des Frequenzspektrums sauber eliminieren. Danach fängt der kreative Teil der Arbeit an: Das Hinzufügen von PlugIns und Effekten zu einzelnen Clips und der Master-Sektion sowie das Anpassen der Pegel und EQ Einstellungen. Während des gesamten Prozesses des Audio Feinschliffs behalte ich immer die Pegel im Auge. Ich liebe die WaveLab Anzeigen, die mir kontinuierlich ein präzises Feedback liefern. Der „Normalizer“ auf Basis von Lautheitsmessung ist fabelhaft und liefert sehr genaue Ergebnisse.

Welche Trends siehst du momentan in der Mastering Industrie?

Ich denke, es gibt einen andauernden Trend zum Mischen und Mastern nach einem festen Lautheitspegel. Zusätzlich sehe ich, dass die gängigen Audioauflösungen unverändert bleiben, speziell was das mobile Musikhören betrifft. In der klassischen Musik könnte es aber einen Trend zu noch höheren Auflösungen geben.

WaveLab bietet einen exzellenten Workflow und einen optimalen Überblick über meine Mastering Projekte. Ich kann im Spectrum Editor schnell Fehler eliminieren und arbeite auch sehr viel mit den Editing-Features –­ alles ist extrem vielseitig und zuverlässig.