Letzte Instanz - "Ins Licht"
In der bereits zehnjährigen Bandgeschichte der Letzen Instanz gab es neben dem wachsenden Erfolg aber auch Rückschläge. So zogen sich Ende 2003 drei Bandmitglieder aus der Band zurück und überließen den verbliebenen Musikern die schwierige Aufgabe, ein neues kreatives Line-Up zu finden, um die nächste Produktion angehen zu können. Glücklicherweise war die Letzte Instanz recht schnell wieder vollzählig und setzte die neu gefundene Kreativität zum ersten Mal mit Cubase in neue Songideen um, die nun auf der aktuellen CD „Ins Licht“ zu hören sind.
Oli, was war für Euch ausschlaggebend, erstmals Cubase für die Produktion eines neuen Albums einzusetzen?
Als wir nach dem Split Ende 2003 wieder komplett waren, zwangen uns logistische Probleme, was das Songwriting betrifft, zum Umdenken. Wir kommen nämlich aus Dresden, Berlin, Leipzig, München, Würzburg und Nürnberg!!! Songs für eine neue CD im Proberaum zu schreiben war nicht mehr machbar, weswegen wir uns für eine rechnergestützte Homestudio-Lösung entschieden. Bei mir sollten die Fäden zusammenlaufen, und da ich schon seit 1994 Cubase-User bin, rüsteten wir uns alle mit einer aktuellen Cubase-Version aus. Neue Ideen wurden per E-Mail „rumgeschickt“, so dass jeder die Möglichkeit hatte, kreativ am Songwriting mitzuarbeiten.
Wie sieht die Aufgabenverteilung in einer Band mit sieben Musikern aus? Bringt sich jeder mit neuen Songideen ein? Vielleicht kannst Du uns einfach mal ein bisschen beschreiben, wie ihr arbeitet und welche Rolle die Produkte von Steinberg dabei spielen...
Fast jeder in der Band ist auch Songwriter. Erste Songideen sind bei uns meistens als reines MIDI-Projekt angelegt, mit programmierten Bass, Drums, Streichern, z.T. auch Elektronik und Loops. Was von diesen Demos als tauglich erachtet wird, landet dann als Cubase Projekt bei mir. Ich überarbeite dann das Arrangement im Score-Editor, spiele echte Gitarren dazu usw. Von Holly, unserem Sänger bekomme ich dann Gesangsspuren, die ich in die Projekte integriere. Bei unserer aktuellen Vorproduktion arbeiten wir teilweise auch mit echtem Schlagzeug, nachdem sich Specki, unser Drummer, ein kleines Recording-Studio eingerichtet hat. Die aktualisierten Versionen der Songs lade ich immer auf unseren Homepage-Server hoch, so dass jeder in der Band stets auf dem neuesten Stand ist. Neben Cubase als Host-Programm spielen einige VST-Instrumente eine wichtige Rolle bei der Vorproduktion. Was die Streicherspuren betrifft, ist HALion String Edition für uns die erste Wahl. Da wir schon bei der Vorproduktion so „echt“ wie möglich klingen möchten, ist diese Streicher-Library für uns einfach perfekt. The Grand 2 kommt für gelegentliche „Farbtupfer“ zum Einsatz. Für Groove- und Loopideen sind Xphraze und Groove Agent 2 fantastische Werkzeuge, von denen es einige Tracks bis in den Endmix der CD geschafft haben. Seit die komplette Band mit Cubase arbeitet, sind wir in der glücklichen Lage, aus einem großen Pool von Songs die 15 besten Titel für die CD-Produktion auszuwählen. Man muss eindeutig feststellen, dass wir kreativer geworden sind, weil wir unsere Ideen mit Cubase einfach schneller realisieren können.
Nachdem ihr bereits Anfang des Jahres mit dem Album auf ausgedehnter Headliner-Tour wart, gibt es nun im Herbst eine weitere Tour, die ihr teilweise als Support für Schandmaul bestreitet.
Wie kam es zu der Entscheidung, erneut live aufzutreten? Wir sind eben gerne auf der Bühne! Außerdem ist es eine große Chance, uns vor einem Publikum zu präsentieren, das uns vielleicht noch nicht kennt oder noch nie live gesehen hat. Netter Nebeneffekt ist, dass zum Zeitpunkt der Tour die Aufnahmen zu unserer neuen CD weitestgehend abgeschlossen sein dürften, so dass man sich den Studiokoller so richtig schön wegrocken kann!
Könntet Ihr euch vorstellen, auch live mit Cubase oder unseren VST-Instrumenten zu arbeiten?
Momentan stellt sich die Frage für uns noch nicht, da wir mit relativ „klassischem“ Rock´n´Roll-Besteck auf die Bühne gehen. Für die Zukunft könnte ich mir aber gut vorstellen, Loops und die ganzen Sequencing-Geschichten vom Laptop kommen zu lassen.
Wann können wir mit dem nächsten Studioalbum der Letzten Instanz rechnen?
Wenn wir es schaffen, den Zeitplan einzuhalten, wird im Frühjahr 2007 eine neue CD von uns in den Regalen stehen. Das Drum-Recording hat vor ein paar Tagen im Forsthaus-Studio von Sven Peks in Gaibach begonnen. Sven arbeitet übrigens auch mit Cubase, was mir die Möglichkeit gibt, mit dem Editing ohne umständliche Konvertierung sofort bei mir im Studio weiterzumachen.
Weitere Informationen zur Band und zur Tour im Herbst finden Sie unter


