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VST3 - Der neue Standard für die virtuelle Studiotechnologie

Mit VST (Virtual Studio Technology) hat Steinberg 1996 den weltweit wichtigsten Standard für PlugIns und virtuelle Instrumente geschaffen, der heute von unzähligen Audioapplikationen unterstützt wird. Die Version VST3 ist das Ergebnis neuester technologischer Entwicklungen und ein weiterer Meilenstein der virtuellen Studiotechnologie. Die Code-Basis wurde für VST3 komplett überarbeitet, was nicht nur neue Features ermöglicht, sondern auch für eine hervorragende Stabilität und Performance sorgt. Diese Kombination aus neuer Technologie und neuen Features ist das Ergebnis von 12 Jahren Erfahrung in der Entwicklung der PlugIn-Schnittsstelle auf die Steinberg mittlerweile zurückblicken kann. VST3 ist die perfekte technologische Basis für aufregende neue Produkte der Audioindustrie, denn VST3 bietet Herstellern von virtuellen Instrumenten und PlugIns mehr kreative Möglichkeiten als jemals zuvor. Das VST3 SDK (Software Development Kit) wird als kostenlose Technologie für Entwickler der Audioindustrie zur Verfügung gestellt.

Über den VST-Standard

Die Virtual Studio Technologie (VST) ist nichts weniger als eine Revolution im Digital-Audio-Bereich. Von Steinberg entwickelt und erstmals im Jahre 1996 vorgestellt, schafft VST eine komplette, professionelle Studioumgebung auf Ihrem PC oder Mac. VST ermöglicht die Integration virtueller Effektprozessoren und Instrumente in die Arbeitsumgebung. Das können Software-Nachbildungen von Hardware-Effektgeräten und Musikinstrumenten sein, aber auch neue kreative Effekteinheiten für Ihr VST-System. Die Integration in die Host-Anwendung erfolgt nahtlos. Ob virtueller Drummer, Software-Sampler oder Hall-PlugIn: Sie alle werden direkt in den VST-Mixer der Hostapplikation eingebunden. Da diese Verbindungen virtuell sind, gibt es auch keinen Audio- oder MIDI-Kabelsalat. Die VST-Module haben die Klangqualität der besten Hardware-Effekte und sind doch wesentlich flexibler. Alle Funktionen eines VST-Effektprozessors oder -Instruments sind direkt steuerbar und automatisierbar, entweder mit der Maus oder mit einem externen Hardware-Controller. VST ermöglicht ausserdem die einfache Integration externer Geräte und damit die Zusammenstellung eines ganz auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenen Systems. Durch den offenen Standard wachsen die von VST gebotenen Möglichkeiten stetig. Von Steinberg und vielen renommierten Herstellern der Audiobranche werden ständig immer neue virtuelle Effektprozessoren und virtuelle Instrumente entwickelt.

Neue VST3 Features

Verbesserte Performance

Der Einsatz vieler PlugIns und mehrerer virtueller Instrumente auf einem typischen Projektstudio-Computersystem kann oft problematisch sein, weil die Leistungsressourcen schnell ausgeschöpft sind. VST3 hilft dabei, die Gesamtperformance zu verbessern, da nur dann Audiodaten berechnet werden, wenn tatsächlich ein Signal anliegt. VST3 PlugIns verhalten sich daher besonders ökonomisch und verbrauchen nicht unnötig Systemressourcen, wenn gerade auf der entsprechenden Spur kein Audiomaterial abgespielt wird.

Dynamische Ein- und Ausgangskonfiguration

VST3 PlugIns passen die Zahl ihrer Ein- und Ausgänge automatisch an den Kanaltyp an, in dem sie eingesetzt werden. Alle neuen VST3 PlugIns in Cubase 4 und Nuendo 4 können daher sowohl im Stereo-Modus als auch im Surround-Modus arbeiten. Insertiert man ein PlugIn beispielsweise in einen 5.1 Kanal, so verfügt es über sechs unabhängige Audiokanäle. Die Interaktion zwischen den einzelnen Kanälen hängt dabei vom Aufbau und Typ des PlugIns ab. VST3 ist daher nicht nur eine Plattform für spezielle Surround-PlugIns, sondern tatsächlich ist jedes VST3 PlugIn Surround-fähig mit echtem Mehrkanal Processing.

Side Chaining

Seit VST3 ist Side Chaining Bestandteil der VST Spezifikation. Das Side Chaining Konzept ist aus der analogen Studiowelt bekannt und bietet eine große Bandbreite neuer Möglichkeiten. Jedes Audiosignal im Mixer kann zu diesem Bus geroutet werden (Aux Audio). Dieses ermöglicht Side Chains nicht nur für typische Anwendungen in Kompressoren, Gates und anderen Dynamikprozessoren einzurichten, sondern beispielsweise auch Modulationseffekte wie Chorus als Side Chain Destination zu verwenden, was ungeheure kreative Möglichkeiten bei der Arbeit mit PlugIns bietet.

Stufenlose, Sample-genaue Automation

Das VST3 Interface bietet auch einige Verbesserungen für die Automation von Parametern. Parameteränderungen können jetzt Sample-genau und stufenlos vorgenommen werden. Das PlugIn wird exakt zum Zeitpunkt der Parameteränderung informiert, was eine maximale Präzision bei schnellen Automationsvorgängen ermöglicht.

Aktivieren/Deaktivieren von Bussen

Besonders virtuelle Sampler mit mehreren Ausgängen belegen oft mehr Mixerkanäle als tatsächlich benötigt werden. Das VST3 Interface bietet die Möglichkeit, nicht verwendete Busse nach dem Laden des Instruments zu deaktivieren und bei Bedarf wieder zu reaktivieren. Diese Funktion hilft dabei den Mixer übersichtlich zu halten und spart Systemressourcen ein.

Skalierbare Edit-Fenster

Dank der hohen Flexibilität, die VST3 bietet, sind jetzt auch frei skalierbare Edit-Fenster möglich. Durch die individuelle Größenanpassung der Fenster lässt sich der Bildschirmbereich optimal ausnutzen.

Logische Organisation von Parametern

Bei VST3 PlugIns werden alle Parameter als Baumstruktur dargestellt. Sektionen mit sinnvollen Gruppierungen helfen beim schnellen Finden der richtigen Settings. Untergruppen von Parametern können zusammengefasst, gespeichert und wieder aufgerufen werden, ohne dass die gesamte Instanz des PlugIns gespeichert werden muss für noch mehr Flexibilität im Verwalten von Settings.

VSTXML für Remote Controller

Remote Controller zur Fernbedienung von Audio- und MIDI-Software erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Dank VSTXML können VST3 PlugIns noch besser mit einem Remote Controller gesteuert werden. Parameter lassen sich mit den Reglern des Controllers aufnehmen, umbenennen und auf vielfältige Weise editieren. Selbst nicht editierbare Parameter lassen sich zu Anzeigezwecken auf die Oberfläche des Controllers leiten, wie etwa die Gain Reduction eines Kompressors.

Benennung von Parametern im UTF16 Format

In VST3 können alle Settings im Unicode-Format (UTF16) angezeigt werden. Die Verwendung dieses universalen Zeichensatzes ermöglicht der Host Applikation, Umlaute und andere sprachspezifische Sonderzeichen anzuzeigen.

Erweiterte Möglichkeiten für MIDI Events

VST3 bietet einen weit größeren Funktionsumfang als Standard MIDI Events. Das bietet viele neue Möglichkeiten für verschiedenste musikalische Situationen.

Audio-Eingänge für VST-Instrumente

Die VST3 Technologie stattet VST-Instrumente mit Eingangsbussen aus, so dass Audiodaten direkt in VST-Instrumente geroutet werden können. Dies eröffnet Entwicklern viele neue kreative Möglichkeiten.

Multiple MIDI/Audio Ein-und Ausgänge

VST3 PlugIns unterstützen ebenfalls sowohl multiple MIDI als auch Audio Ein- und Ausgänge für noch mehr Flexibilität beim Umgang mit MIDI-Daten.

64 Bit Bearbeitung

VST3 PlugIns unterstützen nicht nur 64 Bit Betriebssysteme, sondern auch 64 Bit Floating Point Audioauflösung.