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Visual HALion String Edition 2

Das Streichorchester in Ihrem Rechner

Wie ein echtes Streichorchester besteht HALion String Edition 2 aus vier Instrumentengruppen, die als Solo- und als Ensemble-Programme vorliegen: Violine, Bratsche, Cello und Kontrabass. Die Streicher wurden jeweils in allen gängigen Spieltechniken und Artikulationen aufgenommen, so dass eine unglaublich flexible und universell einsetzbare Klangbibliothek entstanden ist.

Bild HALion String Edition 2

Während der Aufnahme- und Produktionsphase wurde besondere Aufmerksamkeit darauf gelegt, einen warmen, gefühlvollen und dennoch detaillierten und präzisen Klang zu erreichen, der in einer RnB Produktion genau so gut klingt, wie in einem klassischem Arrangement.
Dank Features wie dem Sound Browserfenster ist der gesamte Umfang der in der HALion String Edition 2 enthaltenen Klänge schnell und einfach zu verwalten.

Ausdruck und Steuerungsmöglichkeiten

HALion String Edition bietet eine Palette an Funktionen, mit denen Streicher-Arrangements noch realistischer und ausdrucksstärker gestaltet werden können. Neben Portamento und Vibrato stehen folgende Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Steuerung des Bogenstrichs
    Ein echter Musiker wechselt bei schnellen Streicher-Passagen kontinuierlich die Bogenrichtung, wobei jeder Anstrich naturgemäß minimal anders klingt. Herkömmliche Spiccato-Programme in Samplern haben aber normalerweise nur eines oder wenige Samples pro Note und Bogenrichtung und werden daher auch von weniger kritischen Ohren sofort als gesampelt und unrealistisch erkannt. Besitzer der HALion String Edition haben dieses Problem nicht, denn es gibt bis zu neun Layer pro Bogenrichtung. Des Weiteren sind spezielle „Alternating“-Programme verfügbar, in denen mittels spezieller Tasten am Keyboard (Switch-Keys) zwischen Abstrich, Aufstrich und Wechselstrich umgeschaltet werden kann. Dieses Maß an Kontrolle ist eine einzigartige Funktion von HALion String Edition.
  • Authentischer Ausklang (True String Release)
    Saiteninstrumente weisen ein typisches Ausklingverhalten auf, ohne dass der Zuhörer die Steicher als unrealistisch empfinden würde: Der Ton stoppt nicht abrupt sondern klingt nach, einige offene Saiten resonieren und der Raum hallt nach. In HALion String Edition wird dieses Verhalten mit speziellen String-Release-Samples realisiert. Diese werden beim Loslassen der Tasten abgespielt und erzeugen so den realistischen Eindruck von nachresonierenden Saiten und Raumanteil. Tatsachlich versetzt dieser Effekt den Zuhörer genau an den Platz, wo die Instrumente aufgenommen wurden. Die so gewonnene Tiefe und Atmosphäre kann kein künstlicher Hall nachahmen.
  • Crescendo/Diminuendo
    Anders als bei perkussiven Instrumenten wie Drums, Piano oder Gitarre, bei denen Lautstärke und Intensität ausschließlich über Anschlag definiert werden, bleibt die Dynamik von Streichinstrumenten wahrend der gesamten Notenlänge kontrollierbar. Um diesen Effekt realistisch zu reproduzieren, verfügt HALion String Edition 2 über den Crescendo-Controller. Mit dem Crescendo-Controller, kann der Ausdruck jederzeit während des Spiels variiert werden. Er beeinflusst nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Auswahl des Layers (pianissimo, piano,...forte, fortissimo) in Echtzeit. Das Ergebnis
    ist ein absolut realistisches Crescendo und Decrescendo (Diminuendo), welches beispielsweise über das Modulationsrad gesteuert werden kann.

Artikulationen

Die Steicher der HALion String Edition 2 wurden sorgfältig in allen gängigen Spielweisen aufgenommen. Die Sound-Library bietet daher Programme in verschiedenen Artikulationen für flexible und authentische Streicher-Arrangements:

  • Legato
    Beim Legato-Spiel gibt es keine Lücke zwischen aufeinander folgenden Noten. Echtes Legato heißt, dass alle Noten ohne Bogenwechsel gespielt werden. In einer Streichersektion erreicht man diesen Effekt auch dadurch, dass die einzelnen Musiker ihre Bogenwechsel unterschiedlich setzen, wodurch sie im Gesamtbild verdeckt werden. Das ist der Stoff, aus dem Flächensounds gewebt sind. In der HALion String Edition lassen sich sogar voneinander abgesetzte Noten (detache, frz. gestoßen, staccato) problemlos mit den Legato-Noten realisieren, ohne dass man hierzu den Umweg über eine gesonderte Artikulation gehen müsste. Vielmehr klingen Detache-Noten hier sogar dank der speziellen Release-Samples und dem unmittelbaren Toneinsatz der Legato-Noten absolut überzeugend.
  • Spiccato
    Spiccato ist die meist verwendete Spielweise fur Staccato-Noten. Der Bogen berührt die Saite dabei nur kurz, so dass diese resonieren und den typisch abklingenden Ton erzeugen kann. Spiccato klingt sauberer als das eigentliche Staccato (wo der Bogen die Saite anreißt) und ist universeller einsetzbar – von Begleitung bis zu schnellen Melodieführungen. Die Spiccato-Programme bieten bis zu neun Layer pro Bogenrichtung (was bei den alternierenden Programmen stolze 18 Layers ausmacht). Dadurch wird der Maschinengewehr-Effekt verhindert, den man von einfacheren Streichersamples kennt. Abgesehen davon liefert diese außerordentlich hohe Anzahl an Layern auch eine absolut realistische Umsetzung des Dynamikumfangs.
  • Pizzicato
    Wenn ein Musiker die Saiten mit dem Finger zupft anstatt sie zu streichen, nennt man das Pizzicato. Der resultierende Klang unterscheidet sich deutlich von den gestrichenen Spielarten und ähnelt eher einer Gitarre als einem Streichinstrument. In HALion String Edition gibt es sowohl locker als auch straff gespielte Variationen.
  • Tremolo
    Tremolo wird durch rasantes Hin- und Herbewegen des Bogens auf der Saite erzeugt. Das ergibt einen sehr hektischen und geräuschhaften Klang, der sich besonders gut zur Erzeugung dramatischer Stimmung eignet. Da sich Noten in Tremolo-Parts durch Akzente sehr effektiv hervorheben lassen, umfasst HALion String Edition echte Akzent-Samples für die Tremolo-Programme.
  • Triller
    Triller (schnelles Hin- und Herspringen zwischen zwei Tonhöhen) werden durch schnell wechselndes Auflegen und Loslassen eines Fingers der Greifhand erzeugt. Mittels Switch-Keys kann zwischen Ganzton- und Halbtonvarianten umgeschaltet werden.

Q-Controls

Die Q-Controls sind acht Drehregler, mit denen sich die wichtigsten Klangparamenter wie z.B. Attack, Release, Cutoff oder Ambience Level direkt beeinflussen lassen. Die Q-Regler wurden für jedes Programm individuell belegt und können mittels der praktischen MIDI Learn Funktion bequem über jeden externen MIDI Controller ferngesteuert werden.

Bild Q-Controls

Raumklang

Bei Orchestersounds hat der Raum einen entscheidenden Anteil an der Klangentwicklung. Der Orchesterklang, den wir gewohnt sind, basiert auf einer gewissen Entfernung des Zuhörers vom Instrument sowie einem deutlichen Anteil an Raumreflexionen. Nähme man nur den direkten Klang einer Violine auf, so wäre das Ergebnis ein sehr schroffer, spröder Sound mit überdeutlichem Bogengeräusch. Daher wurde bei der Produktion von HALion String Edition 2 der echte Klang des Konzertsaals mit aufgenommen. Das Ergebnis ist ein absolut natürlicherer Raumeindruck, wie er durch künstliche Reverb-Algorithmen niemals erreicht werden könnte. Durch die neue „Real Ambience“ Technologie lässt sich sowohl der Raumanteil (Ambience Level) wie auch die gefühlte Raumgröße (Ambience Time) frei bestimmen.

Performance

Ein Instrument mit der technischen und klanglichen Komplexität von HALion String Edition 2 stellt naturgemäß hohe Ansprüche an CPU, Arbeitsspeicher und Festplatte des Computers. Deshalb wurden in HALion String Edition 2 zahlreiche Funktionen integriert, die bei der Einsparung von Systemressourcen helfen und die Performance insgesamt verbessern.

  • Disk-Streaming
    Die Disk Streaming Technologie ermöglicht das Abspielen von Samples direkt von der Festplatte und entlastet somit den Arbeitsspeicher des Computers. Ultra-kurze Puffer-Zeiten von bis zu 0.1 Sekunde sorgen für niedrigste Speicherauslastung und stabile Streaming Performance.
  • „ECO“-Programme
    Die wichtigsten Programme von HALion String Edition 2 liegen auch als „Economy“-Varianten vor. Während die Standardprogramme aufgrund der sehr hohen Zahl an Samples, Layers und Funktionen auch ein Maximum an RAM und Prozessorleistung benötigen, handelt es sich bei den ECO-Versionen um „abgespeckte“ Klangprogramme. ECO-Programme sind bezüglich ihrer Dynamik und Authentizität etwas eingeschränkt, verbrauchen dafür aber auch weitaus weniger Systemleistung. Sie eigenen sich daher z.B. sehr gut für die Kompositionsphase, Hintergrundstreicher oder den Betrieb von String Edition 2 auf älteren Rechnern.
  • RAMSave™
    Mit RAMSave™ werden alle geladenen Samples, die nicht tatsächlich im Song verwendet werden, automatisch aus dem Arbeitsspeicher entfernt. Auf diese Weise stehen wieder mehr RAM Ressourcen für andere Prozesse zur Verfügung.
  • Quality-Regler
    Mit dem Quality-Regler kann bei Bedarf die Klangqualität etwas eingeschränkt werden, um mehr Systemleistung freizusetzen.