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Cubase 6 - Dubstep Beat (Dezember 2011)

In dieser Ausgabe beschreibt JHP, Steinberg Supporter, wie Sie einen Dubstep-Beat und eine passende Bassline erstellen können.
Hören Sie sich die folgende Datei an. Sie hören, welches Resultat wir anstreben und was Sie in dieser Tipps und Tricks Ausgabe lernen werden. Wenn Sie die Schritt-für-Schritt-Anleitung befolgen und Ihrem Gehör vertrauen, werden Sie schnell ähnliche Ergebnisse erzielen können. Selbst wenn elektronische Musik nicht Ihr bevorzugtes Genre ist, können Sie von der Reproduktion dieses Genres viel lernen. Alle gifs und Punkte in diesem Tutorial umreißen grob die Arbeitsschritte. Vertrauen Sie trotzdem Ihre Ohren und seien Sie experimentierfreudig.

Einen elementaren Dubstep Beat (normalerweise zwischen 135 und 145 BPM) erstellen:

1. Erstellen Sie ein leeres Cubase Projekt. Stellen Sie ein Tempo von 135 BPM ein.

2. Fügen Sie eine Instrumenten Spur mit einem Groove Agent ONE hinzu (Projekt > Spur hinzufügen > Instrumenten Spur > Drum > Groove Agent ONE)

3. Wir werden den Beat per Maus erstellen. Zeichnen Sie mit dem Stift-Werkzeug ein Event mit der Länge eines Taktes ein.

  • Wechseln Sie die Quantisierungseinstellungen zu „Snap On, 1/1“, um sicher zu stellen, dass Sie exakt einen Takt einzeichnen.
  • Wechseln Sie zurück zum “Objekt Auswahl” Werkzeug.
  • Selektieren Sie das Event und drücken Sie “p” auf Ihrer Tastatur um die Lokatoren um das Event zu setzen.
  • Drücken Sie „/“ auf Ihrem numerischen Ziffernblock um den Cycle Play Modus zu aktivieren.
  • Doppelklicken Sie auf das leere Event, um es im Key Editor zu öffnen. Wechseln Sie die Quantisierungseinstellungen zu “Snap On, 1/16“. Dies bedeutet, dass Sie nun für diesen einen Takt ein 16-Schritte-Raster eingestellt haben.
  • Setzen Sie eine Bassdrum D2 an der ersten Stelle beim ersten Schritt.
  • Drücken Sie die Leertaste um die Bassdrum abzuspielen. Drücken Sie erneut die Leertaste um das Abspielen zu stoppen. Sie können zurück zur Start Position springen, indem Sie 0 auf Ihrem numerischen Ziffernblock drücken. Des Weiteren gibt es eine Einstellung hierzu: Datei >  Einstellungen >  Transport > "Bei Stop zur Startposition zurückspringen".
  • Setzen Sie eine Snaredrum F#3 am neunten Schritt des sechzehntel Rasters.
  • Sie haben jetzt bereits ‚Boom Schack…’. Dies ist unser sehr einfaches Dubstep Grund-Beat-Muster.
  • Verdoppeln Sie diesen Grundtakt sodass wir zwei Takte haben. Fügen Sie nun etwas Percussion, HiHats and Cymbals hinzu.
  • Dies ist der Grundrahmen für Ihre Dubstep Produktion. Im weiteren Verlauf Ihrer Produktion können Sie bei Bedarf die Muster variieren.
  • Hier Schritt 3 ansehen

 
Eine elementare Dubstep Bassline (Bassline auf dem der Cuttoff eines Filters hin und her oszilliert) erstellen:

4. Fügen Sie eine Instrumenten Spur mit einem Prologue Synth hinzu (Projekt >  Spur Hinzufügen  >  Instrumenten Spur  >  Prologue)

  • Wählen Sie für den ersten Oszillator einen Rechteckwelle aus. Eine Rechteckwelle hat gerade Obertöne.  
  • Gehen Sie sicher, dass Sie den Sound in einer niedrigen Oktave abhören.
  • Der Sound soll hart klingen. Drehen Sie ein wenig den Drive Parameter und den Emphasizes Parameter auf. Wir benötigen Obertöne. Drehen Sie also den Cutoff Parameter des Prologue Filter auf. Um weitere Obertöne hinzuzufügen, fügen Sie in der Instrumenten Spur einen Da Tube oder einen Distortion Effekt ein.
  • Hier Schritt 4 ansehen

5. Duplizieren Sie die 2 Takte, sodass Sie nun 4 Takte haben    

  • Fügen wir ein paar Bass Töne hinzu. Wir werden dies mit der Maus tun. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Töne mit einer MIDI Klaviatur einzuspielen.
  • Bei der ersten Zählzeit eines Taktes fügen wir jeweils eine Note der Länge eines Taktes hinzu. Lassen Sie uns ein C1 der Länge eins Taktes bei der ersten Zählzeit des ersten und des zweiten Taktes hinzufügen. Des Weiteren fügen wir ein C#1 der Länge eines Taktes bei der ersten Zählzeit des dritten und des vierten Taktes hinzu.
  • Hier Schritt 5 ansehen

6. Fügen Sie einen Tonic Filter in den Instrumenten Kanal ein. Im Tonic Filter sollten Sie den Mix Parameter ganz aufdrehen

  • Wir automatisieren den Cutoff des Tonic Filters.
  • Wenn Sie Ihre Maus über die Instrumenten Spur in der Track Liste bewegen, wird unten links in der Spur ein kleiner nach unten zeigender Pfeil erscheinen. Klicken Sie auf das Symbol, entfaltet sich die Automationsunterspur für den entsprechenden Kanal. Sie werden sehen, dass der Standard- Parameter „Volume“ hier als Parameter ausgewählt ist. Klicken Sie nun bitte auf „Volume“ und anschließend auf “Mehr” in der Dropdown Liste. In der „Parameter Hinzufügen“ Liste klicken Sie bitte auf „Ins. >  # - Tonic“ und wählen den Cut off Parameter mit einem Doppelklick aus. Klicken Sie nun bitte auf den „R“ Knopf, um das Editieren der Automation zu ermöglichen.  
  • Vergrößern Sie die Automations-Spur etwas, sodass Sie einen besseren Blick auf die Automation haben.
  • Selektieren Sie das Sinus Werkzeug. Das Sinus Werkzeug ist eine Sonderform des Linien Werkzeugs. Dieses Werkzeug kann auf der rechten Seite des Stift- Werkzeugs gefunden werden. Mit dem Sinus Werkzeug können Sie Sinuskurven einzeichnen. Die Wellenlänge dieser Welle ist abhängig von Ihren Quantisierungs-Einstellungen. Mit den Umschalt-Tasten können Sie das Verhalten des Werkzeugs ändern. Wenn Sie z. B. Shift gedrückt halten, können Sie die Welle stauchen oder dehnen und so die Wellenlänge verändern. Wenn Sie beispielsweise Control gedrückt halten, können Sie die Phase der Welle verschieben.   
  • Setzen Sie Ihre Quantisierungseinstellung auf “1/2” und zeichnen Sie eine Sinus Wellen Automation vom ersten bis zum zweiten Takt ein.
  • Setzen Sie Ihre Quantisierungseinstellung auf “1/4” und zeichnen Sie eine Sinus Wellen Automation vom zweiten bis zum dritten Takt ein.
  • Setzen Sie Ihre Quantisierungseinstellung auf “1/8” und zeichnen Sie eine Sinus Wellen Automation vom dritten bis zum vierten Takt ein.
  • Setzen Sie Ihre Quantisierungseinstellung auf “1/16” und zeichnen Sie eine Sinus Wellen Automation vom vierten bis zum fünften Takt ein.
  • Sie sollten ein Verständnis dafür entwickeln, wie die unterschiedlichen Automationen klingen und wirken. Probieren Sie auch anderen Wellenformen aus. Eine Rechteckwellen Automation ist eher für einen harten aggressiven Dubstep Sound geeignet.
  • Hier Schritt 6 ansehen

7. Nun haben Sie einen Synth- Sound erstellt und diesen mit Obertönen angereichert. Diese Obertöne nehmen wir jedoch mit dem Filter wieder weg. Bei vielen Dubstep-Produktion ‚schreien’ die Bässe stark. Deshalb sollten wir wieder Obertöne hinzufügen. Nach dem Tonic sollten Sie einen Bitcrusher und Distortion einfügen. Die verschiedenen Effekte sollten mit einer Bypass Automation an und ausgeschaltet werden. Hier Schritt 7 ansehen.

Dies ist also eine grundlegende Dubstep Beat und Bass Strategie. Experimentieren Sie mit dem was Sie haben. Diese WAV Datei zeigt, wie unser Beispiel vom Anfang mit Sounds der Dubstep und NuMetal Loop Sets erweitert wurde, die Sie im Steiberg Online Shop erwerben können.

Den Threat zu dieser Ausgabe finden Sie im Forum (englisch).