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King of Rap trifft auf deutschen Soulkönig. Unter dem Namen XAVAS haben sich zwei der kreativsten Köpfe der deutschen Musiklandschaft zusammengetan, der Rapper Kool Savas und der Soulsänger Xavier Naidoo. Die Zusammenarbeit der beiden Ausnahmemusiker begann bereits 2005 mit einem gemeinsamen Song auf dem Kollaborationsalbum „One“, das Savas mit dem Frankfurter Rapper Azad veröffentlichte. Anfang 2011 organisierten Savas und Xavier unter dem Motto „Wir beaten mehr“ gemeinsam zwei Konzerte in Hamburg und Berlin, bei denen sie zusammen mit einem Großaufgebot deutschsprachiger Künstler auftraten, darunter Jan Delay, Max Herre und Adel Tawil. Jetzt erschien mit dem XAVAS Album „Gespaltene Persönlichkeit“ der erste Longplayer des ungewöhnlichen Duos und überrascht Fans und Kritiker mit einer musikalischen Synthese der besonderen Art.

An der Albumproduktion waren eine ganze Reihe von Produzenten beteiligt. So haben etwa die langjährigen Xavier Naidoo Produzenten Michael Herberger und Philippe van Eecke jeweils einen Song beigesteuert. Aber auch viele namhafte deutsche Hip Hop Produzenten sind in den Credits vertreten, darunter Milan Martelli, Melbeatz, DJ Smoove, Sleepwalker und Sinch. Eines haben dabei alle Beteiligten gemeinsam: Sie arbeiten mit Steinberg Produkten. Wir haben uns mit einigen von ihnen unterhalten.

Sleepwalker

Samy Deluxe, Panjabi MC, Die Prinzen

Melbeatz

Kanye West, Mobb Deep, Kool Savas

SINCH

MoTrip, Samy Deluxe, Cassandra Steen

Milan Martelli

Azad, Bushido, Culcha Candela, Xavier Naidoo

 

Philippe van Eecke

Xavier Naidoo, Söhne
Mannheims, Yvonne Catterfeld

Wie ist die Zusammenarbeit zustande gekommen?

Sleepwalker: Ich wurde für ein Interview angefragt zu "Wir Beaten Mehr" und es hieß, dass Kool Savas und Xavier Naidoo mich interviewen würden. So kamen mich die beiden plus Filmteam besuchen und wir machten das Interview. Anschließend wollten die Jungs noch ein paar Beats hören. Sie hörten den Beat von "Die Zukunft trägt meinen Namen" und fingen gleich an wild drauf loszurappen und zu singen. Das Ding hat sie gleich gepackt und schon ein paar Minuten später haben wir mit Xavier was aufgenommen. So entstand der Chorus und ein Teil der Strophen des Songs "Die Zukunft trägt meinen Namen" hier im twenty4seven Studio. Savas ballerte noch seinen Überrhyme zur Hälfte drauf und den Rest haben sie dann mit Sir Jai aufgenommen, der übrigens einen super Mix von dem Schlager abgeliefert hat!

Melbeatz: Ich hab schon immer für Savas Musik gemacht und seine ersten zwei Solo-Alben produziert.  Es ist ein natürlicher Prozess, dass er einen Beat von mir nimmt.

SiNCH: Die Filmproduktionsfirma, die damals im Rahmen von „Wir beaten mehr“ Xavier Naidoo & Kool Savas begleitet hat, hat mich nachts angerufen und gefragt, ob ich Lust und Zeit hätte zwei Tage später mit Xavier Naidoo & Kool Savas ins Studio zu gehen, um Musik zu machen. Die beiden hatten besonderes Interesse geäußert zu mir ins Studio zu kommen und hatten mich aus einer Vielzahl von Produzenten ausgewählt.

Milan Martelli: Ich gehöre zum Produzententeam von Naidoo/Herberger und daher bekommt  Xavier regelmäßig Beat CD's von mir. Er verwendet meinen deepen ausdrucksstarken Beats z.B. bei „Alles kann besser werden“ und  „Bitte Hör nicht auf zu träumen“. Schon 2005 habe ich für das „One“ Kollabo-Album mit Kool Savas und Azad den Xavier Naidoo feat. Song ,,Was Hab ich dir angetan“ komponiert und produziert.

Philippe van Eecke: Xavier habe ich 1999 kennen gelernt. Seitdem haben wir etliche Songs gemeinsam geschrieben und veröffentlicht z.B. "Dein Leben" von Söhne Mannheims, 10 Titel auf dem Album "Telegramm für X" (u.a. "Dieser Weg", "Was wir alleine nicht schaffen", "Bist Du am Leben interessiert", "Zeilen aus Gold"). Auf "Alles kann besser werden" habe ich "Alles lebt", "Verschieden", "Ich kann nicht weinen" beigesteuert. Zuletzt habe ich noch "Deutschland ist noch nicht verloren" für Xaviers Best-Of Album "Danke fürs Zuhören" gemacht.

Wie ist die Produktion abgelaufen?

Im Studio bei SiNCH

Sleepwalker: Die Vocals von Xavier wurden zum größten Teil hier aufgenommen und auch ein bisschen was von Savas. Ich hab dann später einfach die Vocals und die Beatspuren rausgebounct und an Sir Jai geschickt, der den Song dann bei sich gemischt hat. Den Beat hatte ich schon vorher irgendwann mal gemacht. Für mich eigentlich eher untypisch, weil ich meine Musik mehr auf Samples aufbaue. Aber das Ding geht ab und am Ende isses ja auch egal ob ich was sample oder selber spiele! Hauptsache das Ding ballert.

Melbeatz: Wie immer, ich schicke Savas meine neusten Beatz und wenn ihm einer gefällt, nimmt er ihn, rappt drauf, schickt mir das Acapella. Ich arbeite Ganze dann aus und anschließend bringt Savas seinen Input rein. Meist hat er noch gute Ideen.

SiNCH: Zuerst ist ein Filmteam vorbeigekommen, da der Entstehungsprozess an dem Abend filmisch festgehalten werden sollte. Als Xavier und Savas kamen, sind wir direkt in die Regie gegangen, weil sie sich vor laufender Kamera Beatz anhören wollten, welche mein Produktionspartner Ken Kenay und ich ihnen vorgespielt haben. Nach einiger Zeit haben sie sich dann für einen entschieden und sofort begonnen zu schreiben. Nach nicht mal zwei Stunden war der komplette Song im Kasten und wir haben begonnen aufzunehmen. Die Aufnahme hat auch nur höchstens 1,5 Stunden gedauert und fertig war der Song. Ich habe den Jungs dann noch Beatz gebrannt, weil sie unbedingt welche mitnehmen wollten, wovon einer z.B. auf „AURA“ gelandet ist

Milan Martelli: Die Produktion für das Xavas Album war ganz unkompliziert. Savas und Xavier sind unglaublich schnell beim Schreiben und Aufnehmen. Nachdem ich von  SirJai die fertigen Vocals bekommen hatte, habe ich die beiden Songs von mir “Abschiedsfluss“ und “Schau nicht mehr zurück“ fertig arrangiert und ausproduziert. “Schau nicht mehr zurück“ war glaub ich der aufwändigste Song auf dem Album. Wir haben noch zusätzlich Background Chöre von den „Voice of Germany“ Teilnehmern aus dem Xavier Team, Katja Friedenberg und Rüdiger Skoczowsky, eingefügt! Das Orchester habe ich zusammen mit Matthew Tasa arrangiert. Christoph Hessler hat die akustische Gitarre und  Mathias Grosh eine Hammond Orgel eingespielt.
Wie immer standen wir auch diesmal unter Zeitdruck. Das Abmischen hat viel Zeit in Anspruch genommen, da ich ziemlich perfektionistisch bin und eine genaue Vorstellung vom Sound habe. SirJai musste viele Veränderungen vornehmen bis wir den Sound hatten, mit dem alle Beteiligten zufrieden waren.

Philippe van Eecke: Als ich das erste Song-Layout von "Form von Liebe" fertig hatte, war mir eigentlich schon klar, dass ich Xavier schon bald darauf singen hören würde. Savas hatte ich dabei erstmal überhaupt nicht auf dem Schirm (obwohl wir uns schon ein paar Mal im Studio auf dem Gang über den Weg gelaufen waren). Ehrlich gesagt war ich völlig überrascht, dass Savas überhaupt Bock hatte auf so eine Nummer zu rappen - als ich dann aber gehört habe, WIE er auf den Song rappt, wusste ich: DAS Ding wird geil!



Wie waren Cubase und andere Steinberg Produkte in die Produktion eingebunden?

XAVAS Live

Sleepwalker: Also ich arbeite schon seit Jahren mit Cubase und habe damit auch den verwendeten Beat gemacht. Der Groove Agent ONE ist für mich immer die Basis für einen superschnellen Zugriff auf meine Beat Sounds. Der Beat muss eigentlich immer zuerst stehen und von da aus geht’s dann weiter. Bei diesem Song für XAVAS kommen verschiedene Sounds von Steinberg Synths zum Einsatz, z.B. von Halion 4, Hypersonic 1&2 und Xphraze. Das Ganze habe ich noch mit Samples und Effekten ergänzt und das war es dann auch schon. Viele von meinen Beat Sounds oder Samples schneide ich vorher in Wavelab. Mit WaveLab arbeite ich schon von Anfang an, es ist meine Audio-Zentrale und ich benutze es täglich zum Mastern, CDs brennen, Audiodateien schneiden etc. Steinberg ist für mich ein treuer Partner seit vielen Jahren und ich hab schon eine Menge Songs mit Steinberg Software produziert, aufgenommen, gemischt und gemastert.

Melbeatz: Ich habe die Produktion wie immer komplett mit Steinberg Produkten gemacht. Zum Einsatz kamen Cubase 6, verschiedene Steinberg Plugins und die CMC Controller!

SiNCH: Aufgenommen wurde alles mit Nuendo, das ich über Pyramix per madi mit einer SSL Duality Console „ferngesteuert“ habe.
Der Beat wurde mit Cubase produziert. Während die Jungs geschrieben haben, habe ich an dem  Cubase Beat Projekt gearbeitet, um den Beat für das Recorden umzuarrangieren und eine neue Piano Line einzuspielen, wofür wir damals The Grand verwendet haben. Die anderen Instrumente und das Sample von "Du bereicherst mich" wurden über HALion 3 abgefeuert.

Milan: Alle Spuren bzw. Instrumente hab ich in meinem Homestudio in Frankfurt arrangiert und harmonisch mit Cubase ausproduziert. Das Klavier stammt von Steinbergs „The Grand“.

Philippe van Eecke: Sir Jai hat die Vocals auf mein Instrumental hier im Haus aufgenommen und bearbeitet. Den Rest habe ich hier im Studio mit Cubase 6.5 aufgenommen, alle Keys eingespielt, arrangiert und produziert. E-Bass und E-Gitarre stammen von Martin Stumpf, für die Live-Drums haben wir Ralf Gustke aufgenommen. Während der Bearbeitung der Drums habe ich dann noch ein paar zusätzliche Schlagzeug-Elemente und Percussions eingespielt, programmiert und ein wenig Drum-Replacement betrieben. Danach habe ich den Song vorgemischt und die Stems an Dan Suter weitergegeben, der dann den finalen Mix und das Master gemacht hat.