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Mixing für Xavier Naidoo

Von Anja Hinrichsen

Am 31. Mai 2013 erschien mit "Bei meiner Seele" das 5. Studioalbum von Deutschlands Soul-Superstar Xavier Naidoo. Produziert wurde die Platte von dem erst 22-jährigen Jules Kalmbacher und seinem Team. Wir sprachen mit den beiden Mixing Engineers Benedikt Maile und Mathias Grosch, die das Nr. 1 Album mit Cubase 7 gemischt haben.

Bitte stellt euch doch mal kurz vor. Wer seid ihr und was habt ihr bisher musikalisch so alles getrieben?

Wir, das sind Mathias Grosch und Benedikt Maile, haben uns vor ein paar Jahren kennengelernt und arbeiten seither regelmäßig an Projekten zusammen. Abgesehen von den Mischarbeiten wie jetzt für Xavier, haben wir als Produzenten, Songwriter und Engineers an verschiedensten Produktionen mitgewirkt.

Mathias: Ich habe an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim Jazzklavier studiert. Ich arbeite seit über zehn Jahren als Produzent, Songwriter und Engineer an verschiedensten Projekten und für unterschiedlichste Künstler. Hierzu zählen Xavier Naidoo, Cassandra Steen, Laith Al-Deen, Söhne Mannheims, Kosho und Vicky Leandros. Außerdem schreibe ich Filmmusik für die ARD.

Benedikt: Ich habe an der Hochschule der Medien in Stuttgart Audiovisuelle Medien mit Schwerpunkt Ton studiert und bin seit drei Jahren als Engineer und Produzent tätig. Seit zwei Jahren bin ich in der Schallschmiede Mannheim ansässig, wo ich unter anderem viel mit Mathias zusammenarbeite. Zu meinen bisherigen Projekten gehören Produktionen für Künstler wie Xavier Naidoo, Söhne Mannheims, DADA, Markus Vollmer, The Art of Boys und Eau Rouge. 

Wie ist es zu der Zusammenarbeit mit Xavier Naidoo gekommen und wie wart ihr an der Produktion des neuen Albums beteiligt?

Wir haben uns für diese Produktion nicht zum ersten Mal mit Jules Kalmbacher (Produzent des aktuellen Xavier Albums) getroffen sondern auch schon vorher zusammen Musik geschrieben, aufgenommen und gemischt, aber auch gemeinsam ganze Projekte gestemmt. Wir haben uns als Team zusammengefunden.
Es ging Jules darum, seine Songs in der Mischung so umzusetzen, wie er sie "gehört" hat. Wir haben das Editing und die komplette Mischung des Albums übernommen.

Welche Rolle hat Cubase dabei gespielt? Habt ihr schon Cubase 7 eingesetzt?

Wir haben komplett in Cubase 7 gemischt. Jules hat in Cubase produziert, dadurch konnten wir die Sessions ohne große Probleme übernehmen. 

Wir arbeiten beide gerne mit Cubase. Cubase hat alles was wir brauchen übersichtlich und verständlich vereint in einer DAW. Sei es für das Schreiben und Komponieren oder für das Editing und Mixing, wie bei der Xavier Platte. Es ist alles da. 

Cubase 7 hat viele Neuerungen, die uns das Arbeiten erleichtert haben. Das fängt mit den Kleinigkeiten an, z.B. dass der Mixer in Cubase 7 frei skalierbar ist oder die PlugIns per Suchfunktion ausgewählt werden können. Toll, wie solche kleinen Neuerungen das Arbeiten vereinfachen können. Ein neues Feature, dass uns besonders gut gefällt ist die Funktion des A/B Vergleichs. Damit kann man sich selbst schnell und einfach kontrollieren.

Außerdem war die neue Gruppierungsfunktion ein Vorteil im Arbeitsablauf der Mischung. Kanäle und deren Parameter verbinden und ihren Wert relativ zueinander verändern zu können, spart eine Menge Zeit und Nerven.
Aber nicht nur die Neuerungen in Cubase sind super, das Programm als solches leistet für uns einfach gute Dienste. 

Benedikt: Ich mag an Cubase den im Kanalzug eingebauten EQ, den ich auch gerne mal benutze, um Kleinigkeiten zu filtern bzw. schnell unkomplizierte Korrekturen vorzunehmen, ohne gleich einen EQ laden zu müssen: Kanal öffnen und EQ bedienen – so macht das Ganze Spaß.

Mathias: Die Steuerung über Cubase iC Pro mithilfe des iPads ist genial. Egal ob man es als "Touchpadmixer" oder als Recording Remote benutzt, wenn man im Aufnahmeraum sitzt. Einfach genial!

Wir mögen besonders die Struktur des Routings. Wir arbeiten beide sehr gerne mit Bussen/Gruppen, das erleichtert das Arbeiten und "glued" die Einzelsignale bei der gemeinsamen Bearbeitung zusammen. Bei der Xavier Platte haben wir die Instrumente auf verschieden Gruppen zusammengeroutet und teilweise gemeinsam geformt, um den Track noch fester zusammenzuschweißen.

In der Albummischung haben wir gerne Parallelkompression benutzt, das verleiht dem Sound einen eigenen Klangcharakter und sorgt für eine gewisse Fettheit im Mix.

 

 

Was habt ihr als nächstes vor? Sind weitere Projekte mit Xavier Naidoo oder anderen Künstlern geplant?

Die nächsten Projekte sind schon in vollem Gange! Hier in der Schallschmiede wird immer geschrieben, produziert und gemischt. Abgesehen von den normalen Musikproduktionen mit Künstlern und Bands stehen demnächst auch wieder Filmmusiken an. Wir verstehen uns da nicht nur als Mischtonstudio, sondern sind vielmehr daran interessiert den Zuhörern neue Bands nahe zu bringen, deswegen ist unser Augenmerk im Moment auf neue Bands gerichtet. So stehen wir gerade vor Abschluss der Produktionen der Band DADA, dem Singer-Songwriter Markus Vollmer und der Band Eau Rouge.