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Elektronik-Pionier Amon Tobin mit neuem Album

Der brasilianische DJ und Produzent Amon Tobin hat seine einzigartige Sample-lastige Musik immer wieder neu erfunden. Amons Markenzeichen ist das extreme Manipulieren von vorher aufgenommenem Klangmaterial zum Erzeugen einzigartiger neuer Sounds. Diese Sample-Technik hat er im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt, was auf Amons neuem Album ISAM deutlich zu hören ist. Die Hip Hop Beats und jazzigen Bass Licks seines Debüt-Albums Bricolage haben in Foley Room einem gänzlich neuen, ungewöhnlichen Sound Platz gemacht. Seitdem sind 4 Jahre vergangen und Amon Tobins Musik hat sich wieder in etwas völlig Neues weiterentwickelt. Seiner Schlüsselrolle als einem der wichtigsten Sounds-Designer der elektronischen Musikszene wird er mit ISAM einmal mehr gerecht.

Amon in seinem Studio
Amon in seinem Studio

Du hast gerade die Arbeit an deinem neuen Album beendet. Wann wird es veröffentlicht und was erwartet den Hörer deiner neuen Platte?
Das wird mein 7. Album sein − wenn man von den Soundtracks absieht − und es erscheint am 23. Mai. Klanglich ist dieses Album der Versuch, die Sounds meiner Umgebung neu zu ordnen. Ich verwende alle möglichen Umgebungsgeräusche und kombiniere sie zu neuen Instrumenten wofür ich eine Mischung aus Multi-Samples und Synthese-Techniken anwende.

Du arbeitest auch an einem Remix-Album. Erscheint das auch noch dieses Jahr?
Das Remix Album wurde von Ninja Tune und Ubisoft für den Splinter Cell Soundtrack konzipiert und ist Teil der neuen Splinter Cell Veröffentlichung. Ich habe einige Tracks beigesteuert aber hauptsächlich sind Remixe von anderen Künstlern enthalten, wie Eskmo, Lorn, Daedelus und viele weitere.

Wo wir gerade über Eskmo sprechen, du wohnst momentan auch in San Francisco. Gefällt dir die Musikszene in SF und LA?
Ich war noch nie besonders in Musikszenen involviert, aber ich denke sie ist sehr lebendig. Da kommt starker Sound von der Westküste, vor allem im Bereich der elektronischen Musik.

Lass uns über dein Studio sprechen. Produzierst du deine gesamte Musik dort?
Ja, ich mache von Field Recordings bis zum finalen Mix alles in meinem Studio oder in der Umgebung. Es liegt tief in den Wäldern und ich bin mit Abstand das Lauteste weit und breit − mit Ausnahme des Pumas, der ab und zu auftaucht.

Ich habe das Studio über einen langen Zeitraum aufgebaut und mit genau den Tools ausgestattet, die ich für meine Arbeit brauche. Ich bin kein Equipment-Sammler sondern mehr daran interessiert, einige ausgewählte Hardware und Software im Detail kennen zu lernen. Ich denke, mein Studio ist für andere nicht besonders attraktiv, weil es so speziell auf meine Arbeitsweise zugeschnitten ist. Ich bin mit meinem Setup aber sehr zufrieden und Cubase ist ein wichtiger Bestandteil in meinem Arbeitsprozess.

Hast du dir Cubase 6 schon mal genauer angeschaut? Welche Features sind besonders hilfreich für deine Arbeit oder gefallen dir am besten?
Cubase 6 hat einige sehr nützliche Features für Live-Recording aber wirklich fantastisch finde ich die Neuerungen im MIDI Bereich. Die Möglichkeit, Controller Daten für individuelle Noten zu ändern und die Flexibilität der Note Expression Technologie im Allgemeinen wirklich revolutionär! Auch die Kombination von VariAudio und MIDI-Export bietet sehr interessante Möglichkeiten.

Die Gruppierungs-Funktionen sind leistungsstark und flexibel und die MediaBay entfaltet jetzt ihr volles Potential für mich. Ich mag auch das aufgeräumtere Layout und die neue Farbgebung [lächelt].

Wie gehst du vor, wenn du einen Track machst? Ist der Prozess immer ähnlich?
Ich bin immer am lernen und das ist sehr spannend. Meine Arbeitsmethode entwickelt sich mit der Zeit immer weiter und ist spezifisch für das, was ich gerade mache. Ich denke, es ist wichtig, die richtige Balance zu finden zwischen vertrauten Techniken, mit denen du schnell zum Ziel kommst und dem Experimentieren mit neuen Möglichkeiten.

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Machst du auch das Mixing und Mastering?
Ja, nur den letzten Schliff beim Mastering überlasse ich dann doch lieber einem zweiten Paar Ohren in einem anderen Studio. Im Allgemeinen ist es mein Ziel, so wenig wie möglich im Mastering machen zu müssen, obwohl es natürlich auch wichtig ist, sich selbst die Option offen zu halten, den finalen Mix noch zu optimieren.

Amons Plattensammlung
Amons Plattensammlung

Erzähle uns etwas über deine Live-Performance. Welches Equipment benutzt du auf der Bühne? Magst du lieber Festplatten, CDs oder doch das gute alte Vinyl?
Ich habe schon DJ-Sets mit allem möglichen gemacht, von Vinyl bis Serato und sogar Traktor. Die Show, die ich für mein neues Album ISAM vorbereite, wird aber etwas ganz anderes sein: Eine Live-Präsentation meiner Musik im strikten elektronischen Rahmen während das Raumschiff durch den Kosmos gesteuert wird.

Wie groß schätzt du deine Plattensammlung?
Keine Ahnung. Nicht so groß wie einige andere, die ich kenne, aber sie bedeutet mir viel.

Möchtest du noch abschließend etwas loswerden?
Ich habe den Eindruck, dass viele Leute Software als selbstverständlich hinnehmen und nicht genug würdigen wie essentiell wichtig sie ist. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und den Steinberg Entwicklern dafür danken, dass sie meinen Produktionsprozess schon so lange unterstützend begleiten.

Amon, vielen Dank für deine Zeit und deine Anregungen.
Gerne geschehen. Tschüss.

Mehr Informationen zu Amon Tobin unter www.amontobin.com.