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Get-together Steven Rothery von Marillion

Die englische Rockband Marillion hat in den letzten Jahren eine Menge getourt. Mit Konzerten in den Niederlanden, Kanada und Großbritannien und einer Tour mit Saga im November war auch 2011 keine Ausnahme in der Geschichte der umtriebigen Band.

Steinberg hatte die Ehre, Steven Rothery, Gitarrist bei Marillion, persönlich zu treffen und ein interessantes Gespräch über vergangene, aktuelle und zukünftige Projekte zu führen.

Steve Rothery
Steve Rothery

Gibt es irgendwelche Pläne für ein neues Studio-Album?
Wir sind mittendrin, unser neues Album zu schreiben (das Siebzehnte). Wir hoffen, die Aufnahmen Ende April im Kasten zu haben und werden dann im Juni 2012 in Nordamerika unsere Welttournee beginnen.

Neben deiner Tätigkeit als Gitarrist für Marillion hast du in der Vergangenheit noch an verschiedenen anderen Projekten gearbeitet. Kannst du uns etwas über dein Soloprojekt, The Wishing Tree, erzählen? Und wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Hannah Stobart?
Ich habe Hannah 1994 während der Tour zum Marillion Album Brave getroffen. Ich war auf der Suche nach einer Sängerin und Hannah gab mir ein Tape auf dem sie einen Tori Amos und einen All About Eve Song sang. Mir gefiel der Klang ihrer Stimme sofort.

Würdest du sagen, dass The Wishing Tree etwas völlig anderes ist als das, was du bei Marillion machst?
Ich denke es ist vielfältiger und von Zeit zu Zeit ist ein starker Einfluss von englischem Folk zu hören. Es ist auch gitarrenlastiger als viele Marillion Songs.

Wie fängst du an, wenn du einen neuen Song schreibst? Schreibst du zuerst die Musik oder bekommst zunächst die Songtexte von Hannah?
Auf dem ersten Album sind – bis auf eine – alle Gesangsmelodien von mir und die Lyrics hat hauptsächlich John Helmer geschrieben. Beim zweiten Album Ostara war das Schreiben der Melodien und Texte eine echte Zusammenarbeit zwischen Hannah und mir. Ich habe zuerst die Musik geschrieben und dann haben wir Dateien hin- und hergeschickt (sie lebt in Kalifornien).

Warum gab es eine so lange Pause zwischen dem Debutalbum Carnival of Souls und dem Nachfolger Ostara?
Wir haben bereits 1997 angefangen, an dem zweiten Album zu arbeiten. Sony hatte Interesse an dem Album angemeldet und uns in eine etwas kommerziellere Richtung gedrängt. Als der Sony Deal nicht zustande kam, hörten wir uns die Songs noch mal an und stellten fest, dass uns die Richtung, die wir eingeschlagen hatten, nicht wirklich gefiel. Wir entschieden uns, die Zusammenarbeit zu beenden, blieben aber gute Freunde. 2007 haben wir wieder versucht zusammen zu schreiben und diesmal haben wir es richtig genossen.

Es gibt noch ein anderes Projekt über das du gerne sprechen wolltest. Die British Guitar Academy (BGA) ist eines deiner aktuellen Projekte. Was hat es damit auf sich?
Das Ziel der British Guitar Academy ist es, Gitarristen dabei zu helfen, Ihre Technik, Kreativität und Individualität zu entwickeln. Unsere Ausbilder sind alle professionelle Musiker mit vielen Jahren Erfahrung auf der Bühne und im Studio. Bei den meisten Tageskursen haben wir vier Gitarristen, jeder ein Experte in seinem Bereich, die ihren individuellen Ansatz des Gitarrenspielens erklären. Es gibt auch Vorführungen verschiedener Techniken mit wertvollen Tipps, wie man seinen eigenen Sound findet. Jeder Gitarrist gibt eine Master Class von etwa 45 Minuten, gefolgt einer kurzen Frage-Antwort Session.

Wann finden die nächsten Workshops und Master Classes statt? Wo erhält der Leser weitere Informationen zu den Veranstaltungen?
Das nächste Event findet erst im Mai 2012 statt, aber wir werden in den nächsten Monaten Videos zum Download unter www.britishguitaracademy.com bereitstellen.

Welche Software und Hardware von Steinberg verwendest du?
Ich benutze Nuendo, Cubase, HALion Sonic und das MR816 CSX Audio-Interface.

Welche Features in Cubase findest du besonders hilfreich?
Ich finde das Songwriting mit Cubase/Nuendo einfacher als mit anderen Softwarelösungen. Ich liebe die Arranger-Spur, um unterschiedliche Arrangements auszuprobieren. Es scheint auch effizienter als andere Programme auf meinem Musik-PC zu laufen, besonders wenn ich viele virtuelle Instrumente verwende.

Und das MR816 Interface gefällt dir gut?
Die Qualität der Wandler und Preamps hat mich echt begeistert. Mein Recording-Setup besteht normalerweise aus einem Paar von Amek/Neve Preamps und einem Lavry Blue A/D Wandler und das MR816 kann da sehr gut mithalten.

Weitere Infos unter www.marillion.com und www.thewishingtree.com.