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In Extremo - Was Cubase und Nuendo mit dem Mittelalter verbindet

Mit ihrer einzigartigen Mischung aus exotischen Instrumenten, mittelalterlichen deutschen Texten und moderner Rockmusik gehören In Extremo zu den wenigen Originalen der deutschen Musikszene. Ihr kürzlich erschienenes achtes Album schaffte auf Anhieb den Sprung auf Platz 3 der deutschen Album-Charts.

Bild In Extremo

In gewohnter In Extremo Manier wechseln sich auf "Mein rasend Herz" harte Gitarren-, Bass- und Schlagzeug-Parts mit mittelalterlichen Arrangements ab. In den Intros und Zwischenspielen ist ein riesiges Aufgebot alter Instrumente zu hören: Sackpfeifen, Sitars, Tamplas, Pommer, tibetanisches Horn, Flöte, Dudelsack, Harfe, Hackbrett, Drehleier, Schalmay, Trumscheit, Uilleann-Pipe und viele mehr - die Berliner Musiker können nicht nur alle diese Instrumente spielen, sondern bauen sie sogar zu einem großen Teil selbst.

Auch wenn die Instrumente teilweise schon viele hundert Jahre alt sind, wurde das Album mit modernster Steinberg-Technologie produziert. Vor dem Gang ins Studio haben die Musiker sechs Monate im Proberaum verbracht und neue Song-Ideen auf einem Powerbook mit Cubase SX festgehalten.

Bei der Komposition stellt die Arbeit mit den mittelalterlichen Instrumenten stets eine besondere Herausforderung für die Band dar, denn bis auf Nyckelharpa, Drehleier und Harfe, lassen sich die Instrumente nicht vollchromatisch spielen. So haben beispielsweise Dudelsäcke einen Tonumfang von nur einer großen None, die durch den gleich bleibenden Grundton der Bordune noch weiter eingeschränkt wird. "Pro Dudelsack können wir nur in zwei Tonarten wirklich gut spielen. In allen anderen Tonarten können wir Melodien allenfalls andeuten, aber nicht über die gesamte Tonleiter spielen. Für unsere Arbeit bedeutet dies, dass wir harmonisch etwas eingeschränkt sind. Und genau das wird von unseren Rockkollegen öfter mal vergessen," erzählt Boris Pfeiffer, Mittelalter-Instrumentalist bei In Extremo.
"Wenn der Gitarrist kurz vor seinem Urlaub auf dem Proberaum-Rechner eine gute Idee hinterlässt, die aber leider in der falschen Tonart ist, hat man ein Problem. Der Bassist mag darüber schmunzeln, aber wenn man mit dem Dudelsack nach einer passenden Melodie sucht, wird es unlösbar", so Pfeiffer weiter. "Zu warten bis er zurückkommt wäre natürlich eine Möglichkeit gewesen, aber dafür waren wir alle viel zu ungeduldig. Vor allem, weil wir das Gefühl hatten, die absolut passende, fehlende Melodie gefunden zu haben. Audio Warp hieß das Zauberwort, welches im besagten Fall die Rettung brachte! Den Gitarristen in Echtzeit zu transponieren war einfach genial! Seitdem probieren wir Audio Warp auch beim Arrangieren gerne immer mal wieder aus, um sich einfach mal auszuspinnen, auch wenn es vorher schon funktioniert hat."

Bild In Extremo Studio

Auch die neue Play Order Funktion von Cubase SX3 hat es den Musikern von In Extremo angetan: "Die Möglichkeit einfach mal unkompliziert auszuprobieren, ob der Refrain wirklich an der richtigen Stelle sitzt oder Break B nicht vielleicht doch besser passt als Break A, fanden wir faszinierend. Unter Logic habe ich früher immer alles mit der virtuellen Schere zerschnippelt, mühselig wieder zusammen gepuzzelt und - damit auch ja nichts schief geht - unter Versuch 005 gespeichert. Das dauerte nicht nur ewig, sondern hatte auch mit Musikmachen nichts mehr zu tun."

Produziert wurde das Album von dem renommierten Produzententeam Jörg Umbreit und Vincent Sorg (Resetti Brothers) in den Principal Studios/Münster, wo mit Nuendo 3 auf einem Mac G5 weitergearbeitet wurde. Der unproblematische Transfer der Dateien von SX zu Nuendo begeisterte dabei alle Beteiligten.
Die eigentlichen Aufnahmen begannen Ende 2004 und dauerten insgesamt zwei Monate. Während der Produktion wurde in mehreren Studios gleichzeitig gearbeitet, z.B. wurde in einem Studio der Gesang aufgenommen, während nebenan an den mittelalterlichen Instrumenten gearbeitet wurde. "Hierbei ist positiv aufgefallen, dass das Dateimanagement von Nuendo sehr gut funktioniert. Trotz ständiger Studiowechsel haben wir stets die volle Kontrolle über unsere Daten behalten und das ohne jede Anstrengung", erklärt Produzent Vincent Sorg. "Gemischt haben wir das Ganze dann auf einem PC mit Dual Opteron Prozessor und Nuendo 3. Auch hier hat der Wechsel von Mac zu PC völlig problemlos funktioniert", so Sorg weiter.

Im letzten Schritt wurde die Produktion schließlich in WaveLab gemastert, so dass von der Vorproduktion bis zum Mastering ausschließlich Steinberg Produkte zum Einsatz kamen - in dieser Form eine neue und positive Erfahrung für das gesamte Team:
"Für alle Beteiligten, war dies die erste Produktion komplett mit Cubase und Nuendo. Zunächst waren wir alle ein wenig skeptisch, ob es die richtige Entscheidung war, das System vor einer so großen Produktion zu wechseln. Die Bedenken haben sich aber schnell gelegt, als alle gesehen haben, wie viel effektiver es sich mit Nuendo im direkten Vergleich zu anderer Software arbeiten lässt.", so das Fazit des Produzenten.

Auch die Band ist begeistert vom gesamten Ablauf der Produktion und - wie Boris Pfeffer abschließend erklärt - absolut überzeugt davon, nun endlich die richtige Software für ihre Kompositionen gefunden zu haben:
"Seitem wird Cubase benutzen, kommen wir endlich wieder mehr zum eigentlichen Musizieren, weil alles einfach besser funktioniert. Inzwischen ist es egal, ob wir zuhause, im Proberaum, im Studio oder im Tourbus arbeiten, die Songs lassen sich überall wieder aufrufen und keine Einstellung geht verloren. Der am Anfang etwas verwirrende Umstieg auf Cubase SX3 hat sich für uns auf jeden Fall mehr als gelohnt. Und die Vorteile für uns sind mit diesen wenigen Beispielen noch lange nicht am Ende."

Mehr Informationen zu Produzenten und Band finden Sie hier:

www.inextremo.de
www.principal-studios.de