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Zombie Nation – „Zombielicious” mit Cubase

Cubase-User Florian Senfter ist der Mann hinter Zombie Nation, John Starlight und Splank! In den 90er Jahren katapultierte sich Zombie Nation mit seiner ersten Veröffentlichung „Kernkraft 400” praktisch über Nacht ins Rampenlicht der internationalen Dance-Szene. „Kernkraft 400” entwickelte sich zu einem massiven Club-Hit und ist bis heute der am meisten geremixte Techno-Track aller Zeiten. Auch heute noch, ein Jahrzehnt später, hört man „Kernkraft 400“ regelmäßig auf Sportveranstaltungen, Festivals und im TV. Zombie Nation selbst entwickelte sich in der Zwischenzeit zu einem der meistgebuchten Acts der internationalen Clubszene. Kürzlich erschien sein 4. Album „Zombielicious” mit 14 Tracks in typischer Zombie Nation Manier.

Florian Senfter ist aber nicht nur ein großartiger Produzent, sondern auch ein außergewöhnlicher Live-Act. Versteckt hinter einer Burg aus Geräten, die er allesamt meisterhaft beherrscht, bringt er Elektro-Fans überall auf der Welt mühelos zum Toben. Steinberg hatte die Gelegenheit, ein kurzes Gespräch mit Florian zu führen.

Zombie Nation

Florian, erzähle uns doch bitte etwas über deinen Background.
Ich produziere meine eigene Musik in meinem Münchener Studio und spiele regelmäßig live als Zombie Nation.

Wie sind die Reaktionen auf dein neues Album „Zombielicious“, das du im März veröffentlicht hast?
Die neue Platte ist sehr gut aufgenommen worden! Es ist ein tolles Gefühl, soviel positives Feedback zu bekommen. Viele Leute sagen, dass mein Sound sehr eigenständig klingt, andere mögen das analoge Feeling meiner Musik. Besonders toll ist es, so was von Leuten zu hören, die mit der technischen Seite von Musik oder Recording im Allgemeinen nicht vertraut sind.

Ich kann mir vorstellen, dass du seit der Veröffentlichung des Albums ziemlich viel getourt bist. Wo warst du überall und wo hat es dir am besten gefallen?
Ich toure immer, obwohl es jetzt tatsächlich noch etwas mehr ist. Bestimmte Vorlieben habe ich nicht. Die nächste Show kann immer die beste werden.

Deine Live-Shows sind musikalisch sehr beeindruckend. Wie bereitest du dich auf die Gigs vor?
Danke! Ich arbeite ständig an meinem Live-Set. Es nimmt ziemlich viel Zeit in Anspruch, so wie alles, was man besonders gut machen will. Ich optimiere mein Setup immer weiter und das zahlt sich aus – wenn du es frisch hältst, wird es auch frisch klingen.

Studio-Arbeit oder Live-Gigs – Was macht dir mehr Spaß?
Das lässt sich nicht wirklich miteinander vergleichen. Wenn ich unterwegs bin vermisse ich mein Studio. Aber es gibt nichts Besseres als das Gefühl, die eigene Musik auf einem großen Sound System zu hören und zu beobachten, wie die Leute reagieren. Ein gutes Wochenende kann auch sehr inspirierend für die weitere Arbeit im Studio sein.

Zombie Nation

Du arbeitest ja schon recht lange mit Cubase. Gibt es ein Feature, das dir ganz besonders bei deiner Arbeit hilft?
Ich habe vor kurzen an einem Mini-Mix für Annie Mac auf BBC Radio One gearbeitet. Er ist etwa fünf Minuten lang und alle 10 bis 15 Sekunden wird ein neuer Track reingemischt. Dabei habe ich festgestellt, dass die AudioWarp-Funktion von Cubase ungeheuer flexibel ist. Ich war erst nicht sicher, ob ich auf dem richtigen Weg bin, aber nach zwei Stunden habe ich superschnell gearbeitet. Dieses Feature war genau das, was ich für dieses Projekt gebraucht habe und ich werde es sicher noch öfter benutzen.

Wie sieht dein typisches Studio Setup aus?
Ich mache das gesamte Sequencing und auch das grobe Arrangement auf meiner MPC 4000. Danach nehme ich alle Spuren in Cubase auf, um den Track fertigzumachen. Als großer MPC-Fan finde ich es natürlich toll, dass Cubase 5 jetzt mit Groove Agent ONE einen eigenen Drumsampler im MPC-Stil hat. Mit seinen 16 Pads ist Groove Agent ONE nicht nur genauso aufgebaut, sondern kann auch direkt MPC-Programme laden – ein fantastischer Mehrwert. Ich benutze außerdem viele Hardware Prozessoren, Effekte und Synths. Ich brauche dieses Spielplatzgefühl mit vielen Geräten zum herumspielen, um in die richtige Stimmung zu kommen.

Und welche Geräte benutzt du live?
Live benutze ich ebenfalls die Akai MPC 4000 sowie Filter, Delays und ein 16-Kanal-Mischpult. Ich habe keinen Laptop mit auf der Bühne. Dadurch kann ich mich voll und ganz auf die Performance konzentrieren. Mein ganzes Setup ist sehr haptisch, ich habe alles griffbereit und kann es sogar im Stockdunkeln bedienen.

An welchen Projekten arbeitest du gerade?
Im Moment bin ich noch auf Tour. Ich warte schon sehnsüchtig darauf,  in mein Studio zurückzukehren und an den ganzen Ideen zu arbeiten, die ich in meinem Kopf gesammelt habe. Zur Zeit jamme ich nur ein bisschen mit iSyn herum, einem lustigen Programm für den iPod Touch.

Danke für das Gespräch und pass gut auf deinen Dongle auf!
Werde ich, danke!

Website: www.zombienation.com
MySpace: www.myspace.com/zombienation1