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Pan - Pot & Martin Eyerer Feat. Abby - Muddy Walls (Marcelo Wallace Remix)

Der Gewinner Track des Remix Contests.

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Marcel Jurincic – Gewinner des Muddy Walls Remix Contests

Der Muddy Walls Remix Contest, veranstaltet von den Riverside Studios Berlin in Kooperation mit Steinberg, Acer und dem Mixmag Deutschland, hat einen Gewinner: Marcelo Wallace aka Marcel Jurincic aus Hamburg. Wir sprachen mit Marcel über seine Vorgehensweise beim Remixen und seine Lieblings-DAW Cubase.

Hallo Marcel! Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Muddy Walls Remix Contests. Stell dich doch bitte einmal kurz vor.

Mein Name ist Marcel Jurincic, ich komme ursprünglich aus der Nähe von Stuttgart und lebe seit 2014 in der wunderschönen Hansestadt Hamburg. Musik mache ich seit 2001 und würde es auch als meine aller erste Liebe bezeichnen. Ich bin selbständiger Komponist und DJ und verdiene mein Geld hauptsächlich mit Musik für Film, Radio und TV. Meine Leidenschaft galt lange der HipHop Musik aber ich war aber auch schon immer an House und Techno interessiert. An erster Stelle steht bei mir das Herz und die Seele in der Musik und das kann ich im Moment mit House und Techno am besten umsetzen. Ich verbringe viel Zeit in meinem Studio, bin aber auch regelmäßig am auflegen und produziere die Acts "Marcelo Wallace" und "7 Register".


Wie bist du beim Remixen des Tracks vorgegangen?

Generell schau ich immer erstmal in welcher Tonlage das Original ist und wenn der Track ein Vocal hat, ist dies das erste Element, welches bei mir im Sequenzer landet. Ich bin kein Freund davon, zu viele Elemente des Originals zu verwenden und schnappe mir meistens die zwei prägnantesten. In diesem Fall das Abby Vocal und das Juno Pad. Sobald ich die Tonlage herausgefunden habe, beginne ich ganz trocken und ohne jegliche percussiven Elemente mit der Bassline. Ich würde sowieso sagen, dass meine Tracks hauptsächlich vom Bassline Groove leben. Sobald die Bassline fertig ist, kommen Drums dran. Wichtig ist mir dabei, dass alle Drum Elemente im richtigen Tune sind und mit dem Bass 100% harmonieren. Als Side Chain Compressor für den Bass benutze ich seit eh und je den hauseigenen Cubase Compressor.
Danach kommt dann ein kreativer Part, wie zum Beispiel Sweeps oder zusätzliche Hi-Hats oder auch der Lead Synth. Sobald alle Elemente stehen, fange ich bereits an zu mixen und mir sinnvolle Gruppen zu routen.

Das Arrangement bei Muddy Walls war auf jeden Fall ein längerer Prozess, da ich nicht wollte, dass der Track nur 5 oder 6 Minuten geht und ich auch das Vocal sehr gezielt eingesetzt habe. Normalerweise mache ich Tracks in 2-3 Tagen fertig, allerdings war das bei Muddy Walls nicht ganz so, weil mir das Projekt am Herzen lag und ich mal paar Tage Abstand brauchte. Für einen ungeduldigen Menschen wie mich gar nicht so leicht, aber es hat sich gelohnt und es macht wirklich Sinn, Tracks auch mal ruhen zu lassen auch wenn sie noch nicht fertig sind. Der Remix hat auf jeden Fall den Vibe des ausgedienten Gas Bunkers in Hamburg-Winterhude, in dem mein Studio ist und wo ich diesen Remix von der ersten Bassline bis zum fertigen Master erschaffen habe.

Warum ist Cubase die perfekte Remix-Software für dich?

Cubase ist vor allem wegen seiner Bedienfreundlichkeit im MIDI Bereich schon immer meine erste Wahl gewesen. Außerdem finde ich, dass die Audio-Engine sehr transparent klingt. Das ist für mich besonders wichtig, um einen eigenen Klang zu erschaffen.

Ein weiterer Faktor, der Cubase perfekt für mich macht, ist das durchdachte Zusammenspiel von MIDI und Audio Editing. Ich habe natürlich auch schon mit anderer Software gearbeitet, bin aber immer wieder zurückgekehrt und habe mich dann einfach wieder zuhause gefühlt.


Du hast als Preis ein Cubase Pro 8 gewonnen. Wie gefällt dir die neue Version?

Ich habe es leider noch nicht geschafft das Update zu installieren. Trotzdem konnte ich mir bei Seminaren in den Riverside Studios bereits einen Einblick in die neue Version verschaffen. 

Mir gefällt Cubase Pro 8 ausgesprochen gut und ich kann es kaum erwarten, damit dann auch richtig loszulegen.
Ich finde es erstaunlich, welche hochwertigen Tools bereits im hauseigenen Sequencer vorhanden sind. Ich bin zum Beispiel begeistert von der Render-in-Place Funktion. Das ermöglicht mir ein noch schnelleres Arbeiten, was gerade in der Werbemusik Branche essentiell ist. Da in Kompositionen ja oftmals einiges passiert, was mancher Zuhörer gar nicht bewusst wahrnimmt, ist es für mich wichtig, viel zu automatisieren auch wenn es nur ganz kleine Fahrten sind. Das erweckt die meisten Tracks zum Leben. Deswegen bin ich auch schwer angetan vom neuen "Virgin Territory" Automationsmodus. Ein enormer Fortschritt! 

Man merkt sofort, dass die neue Version auf schnelles und effektives Arbeiten ausgelegt ist. Da ich als Berufsmusiker darauf angewiesen bin, schnell etwas abzuliefern, bin ich froh, dass es Hersteller wie Steinberg gibt, die Ihre Produkte in dieser Hinsicht immer weiter optimieren.

Was machst du wenn du nicht gerade an Remix-Wettbewerben teilnimmst? Stehen aktuell neue Releases oder Projekte an?

Hauptsächlich produziere ich Musik für Librarys in Film, TV und Werbung. Allerdings liegt mein Fokus in letzter Zeit immer mehr auch auf meinem eigenen Projekt, "Marcelo Wallace", und meiner neusten Formation "7 Register", die ich zusammen mit Sedat Altionok mache. Wir sind im Moment auf der Suche nach Labels und wollen auch noch mehr Tracks gemeinsam machen, um dem Projekt eine eigene Note zu verpassen. Das nächste Release Date ist am 5.6.2014. Hier gibt es dann einen weiteren Remix von mir: Krokodile Krügel - Ü and Me (Marcelo Wallace Remix). Außerdem kommt Ende des Sommer mal wieder ein eigener Release. 

Welche Pläne hast du für eine musikalische Zukunft?

Ich möchte einfach Musik machen, die Gefühl und Emotion transportiert. Ich denke, ein Mix aus Groove und Feeling ist die perfekte Mischung, um glücklich zu sein. Cubase war von Anfang an mein Begleiter und das wird wohl noch lange so bleiben. Sicher wäre es schön in naher Zukunft auch größere Bühne zu beschallen. Ansonsten darf gerne alles so bleiben wie es ist.